Hilfswerkzeug

Werkstattlampe, selbst gebaut

Magnetisches Licht

Warum der Schöpfer den Autoschrauber ohne drittes Auge oder vierte Hand auf die Welt brachte, ist ein Rätsel. Vor allem der Mangel an Licht unter dem Wagenboden nervt.

Diesem Übel hilft man gemeinhin mit Lampen ab. Während das in seligen Zeiten Halogenstrahler oder daimonbetriebene Taschenfunzeln waren, so hat sich LED-Beleuchtung heute flächendeckend durchgesetzt. Allerdings kriegt die Industrie das Grundproblem des Händemangels nicht in den Griff, so dass der Schrauber auch hier wieder zur Selbsthilfe greifen muss; idealerweise in Form einer anständigen Lampe und einer Handvoll anständiger Magnete.

Die Sache mit den guten Lampen hat sich heute glücklicherweise erledigt – die höllenteuren Produkte US-amerikanischer Provenienz sind von zumindest in Deutschland ausgedachten Halbleiter-Lampen verdrängt worden. Die leuchten hell wie ein Diaprojektor und taugen vermutlich auch zum Nachdunkeln von Fichtenbohlen.

Auf der Suche nach Neodym schaufelt der Chinamann seine Wüsten und Äcker mit Bagger und Chemie durch – Produkt und Exportschlager sind kleine, aber sehr kräftige Magnete, die mit dem backigen Lautsprecherklumpen der 80er Jahre nurmehr den Namen gemein haben. Mit ein paar Tropfen Sekundenkleber wird aus beiden Zutaten eine Schrauberleuchte der Extraklasse: Gutes Licht mit kompromissloser Haftkraft, auch auf beschichteten Untergründen. Kein Superkleber zur Hand? Ein Wickel aus Isolierband geht ebenfalls prima.

Werkstattlampe magnetisch
Ideal, wenn die Lampe schon über gerade Flächen verfügt. Ansonsten hilft ein dickerer Klumpen (2K-) Klebstoff oder Polyesterspachtel.
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